Ist die Auferstehung Jesu ein Mythos?

Eine Behauptung, die so alt ist wie das Christentum selbst und seitdem immer wieder hochkocht ist die Behauptung, Jesus sei gar nicht am Kreuz gestorben. Er war nur “scheintot” oder “ohnmächtig” und habe die Kreuzigung überlebt.

Auch die Auferstehung soll natürlich kein historisches Ereignis gewesen sein. Jesus sei im Grab geblieben und die Jünger hätten sich das nur ausgedacht – oder es gibt irgend eine andere Erklärung für ihren Glauben. Auf jeden Fall soll die Auferstehung nur ein Mythos sein.

Dan Brown behauptet gar in seinem Buch “Der Da Vinci Code”, Jesus und Maria Magdalena hätten nach der Kreuzigung geheiratet und Kinder gezeugt. Das ist natürlich vollkommener Blödsinn.

Wir müssen deshalb einige Fragen klären. Fangen wir am Besten mit der ersten an:

War Jesus nach der Kreuzigung tot?

Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt.

Johannes 19,33-35

Ja, Jesus ist am Kreuz gestorben. Er war definitiv tot. Um das zweifelsfrei festzustellen, müssen wir die Kreuzigung aus verschiedenen Quellen überprüfen.

Bibel

Alle vier Evangelien berichten übereinstimmend vom Tod Jesu. Johannes stand unter dem Kreuz und konnnte deshalb den Tod seines Herrn bestätigen. Er berichtete als einziger der Evangelisten von dem Lanzenstich in die Seite Jesu, was ein eindeutiges Zeichen für Seinen Tod war. Bei dem Stich flossen Blut und Wasser heraus. Das ist ein Hinweis auf die bereits einsetzende Blutgerinnung.

Historische Quellen

Tacitus berichtet in seinen Annalen, dass “Christus unter Pontius Pilatus die Todesstrafe erlitt.”

Flavius Josephus erwähnt Christus und die Kreuzigung in seinen “Jüdischen Altertümern”. Er bestätigt den Kreuzestod durch Pilatus “auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes”. Auch erwähnt er die Jünger, die weiter an Jesus glaubten.

Medizinische Sicht

Medizinische Quellen bestätigen: Die Verletzungen durch die vorausgehende Geißelung und die Kreuzigung selbst waren tödlich, so dass der Deliquent ohne Zweifel starb. Selbst ein vom Kreuz Geretteter wäre an den schweren Verletzungen gestorben.

Historische Sicht

Das Ziel der Kreuzigung war der Tod. Die Kreuzigung ist keine Strafe auf Zeit. Die Wachen unter dem Kreuz mussten sicherstellen, dass der Gekreuzigte wirklich tot war. Ein Soldat hätte eine schwere Bestrafung zu erwarten, wenn er die Erlaubnis gab, einen Lebenden vom Kreuz zu nehmen. Um den Tod sicherzustellen, wurden den Verurteilten die Beine gebrochen, damit sie sich nicht mehr zum Atmen abstützen konnten. Weil dann die Atmung nicht mehr möglich war, starb er innerhalb weniger Minuten. Wenn ein Gekreuzigter bereits gestorben war, wurde der Tod mit einem Lanzenstich wie bei Jesus festgestellt.

Gegenbehauptungen

Natürlich verstummen Kritiker von Bibel und historischen Fakten nie. Sie behaupten immer wieder, Jesus sei am Kreuz nur “ohnmächtig” geworden. Einer von ihnen ist Johannes Fried mit seinem Buch “Kein Tod auf Golgatha“. Er beruft sich dazu auf die kurze Zeit, die Jesus am Kreuz hing – ignoriert allerdings, dass Jesus Sein Leben selbst in der Hand hatte (Johannes 1,17-18) und dass die Geißelung so schwer war, dass Jesus nicht mehr die Kraft hatte, Sein Kreuz selbst zu tragen (Matthäus 27,32), was ein weiterer Grund für die kurze Leidenszeit am Kreuz war. Nicht wenige Verurteilte starben schon vor der Kreuzigung an der Geißelung.

Solche Behauptungen können nur aufkommen, wenn die historischen Belege ignoriert werden. Die Zeitzeugen waren sich einig: Jesus starb am Kreuz. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die meinen es heute – fast 2000 Jahre danach – besser zu wissen.

Wenn es so einfach gewesen wäre, wie Friedmann behauptet, wäre Jesus nicht der einzige, der die Kreuzigung überlebt hätte. Es gibt aber keine Belege, dass überhaupt irgendein Verurteilter jemals an der Kreuzigung nicht gestorben wäre.

Fazit

Biblische, medizinische und historische Belege sind sich einig, dass ein Verurteilter ohne Zweifel am Kreuz stirbt. Jesus war also wirklich tot. Kommen wir zur zweiten Frage:

Ist Jesus wirklich auferstanden?

Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat! Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt!

Matthäus 28,5-7

Die Auferstehung kann naturwissenschaftlich natürlich nicht erklärt werden. Aber dennoch gibt es einige Fakten:

Das leere Grab

Es ist eine recht unbestreitbare Tatsache, dass das Grab leer war. Wäre der Leichnam nach der Bestattung noch da gewesen, hätte sich das Christentum nicht ausbreiten können. Außerdem erschien der auferstandene Christus 500 Zeugen gleichzeitig (1. Korinther 15,6).

Überzeugung der Jünger

Die Jünger waren nach der Kreuzigung verängstigt und hatten sich versteckt. Dann aber behaupteten sie, dem auferstandenen Jesus begegnet zu sein, gingen an die Öffentlichkeit und predigten öffentlich (Apostelgeschichte 2,22-24). Sie waren sogar bereit, für ihren Glauben zu leiden und zu sterben.

Gegenargumente

Natürlich gibt es auch immer wieder Behauptungen, die Auferstehung habe nie stattgefunden. Sie ziehen dazu verschiedene Theorien heran.

Diebstahl und Verschwörung

Da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war. Diese versammelten sich samt den Ältesten, und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn dies vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorge sein könnt. Sie aber nahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag. 

Matthäus 28,11-15

Dass der Leichnam von den Jüngern gestohlen worden sei, die anschließend behaupteten, Jesus sei auferstanden, ist nun wahrlich nichts Neues. Die Juden glauben das noch heute. Der “Toledot Jeschu” – ein Teil der jüdischen Schriften – bezeichnet Jesus als Zauberer, der die Menschen beeinflusste. Sein Tod am Kreuz wird akzeptiert, Seine Auferstehung wird aber als Täuschung oder Magie abgetan.

Zum Diebstahl gehört natürlich auch eine Verschwörung der Jünger: Die Jünger hätten den Leichnam gestohlen und sich abgesprochen, dass sie Jesus tatsächlich lebendig gesehen hätten. Allerdings finden Diebstahl und Verschwörung an verschiedenen Fakten ein Ende:

  • Die Dauer der Verschwörung: Die Jünger hätten in diesem Fall jahrelang diese Behauptung aufrecht erhalten müssen ohne sich in Widersprüche zu verwickeln. Das ist aber unmöglich. Irgend ein Verschwörer verrät sich irgendwann. Innerhalb von maximal ein paar Wochen wäre diese Verschwörung aufgeflogen.
  • Die Anzahl der Verschwörer: Es waren nicht nur elf Jünger, sondern auch 500 weitere, die behaupteten, Jesus lebendig gesehen zu haben (1. Korinther 15,6). Je größer die Zahl der Verschwörer ist, desto wahrscheinlicher ist ein “Umfaller”. Auch wird eine Absprache unter den Verschwörern mit wachsender Zahl schwieriger. Bei über 500 Personen ist sie unmöglich.
  • Die Folgen der Verschwörung: Alle Jünger und auch viele ihrer Lehrlinge wurden als Feinde des römischen Reiches angesehen. Sie wurden gefoltert und in den meisten Fällen getötet. Spätestens, wenn der Tod droht, gibt ein Verschwörer seine Lüge zu.

Vision

Tatsächlich gibt es Behauptungen, die Auferstehung Jesu sei nur eine Vision oder Halluzination gewesen. Jesus sei gar nicht auferstanden. Dagegen spricht aber, dass es Massenvisionen nur bei entsprechenden gefühlsmäßigen Hysterien gibt. Die Jünger hatten aber keine Hoffnung auf die Auferstehung gehabt. Im Gegenteil: Maria Magdalena hatte in Jesus zuerst den Gärtner gesehen (Johannes 20,15) und die Emmaus-Jünger hatten Jesus trotz langer Unterhaltung nicht erkannt (Lukas 24,1-33). Sie hatten überhaupt keine Hoffnung auf Seine Auferstehung. Außerdem bleibt auch hier das Problem des Leichnams, der dann ja noch im Grab hätte liegen müssen.

Scheintod und Ohnmacht

Schon weiter oben bin ich auf die Behauptung von Johannes Fried eingegangen, dass Jesus am Kreuz nicht gestorben sondern nur ohnmächtig oder scheintot gewesen sei. Deshalb noch einmmal das gleiche Gegenargument: Es gibt keine historischen Belege, dass es einen solchen Fall überhaupt jemals gegeben hat. Da ist diese Behauptung schon ziemlich aus der Luft gegriffen.

Kritik in außerbiblischen Schriften

Celsus (Griechischer Philosoph, ca. 170 n. Chr.) war ein Kritiker des Christentums. Er schrieb ein eigenes Werk gegen die Christen, in der er behauptete, Maria sei von einem römischen Soldaten geschwängert worden. Die Aufersteheng nannte er “Ammenmärchen”, die sich traumatisierte Anhänger nur eingebildet hätten.

Porphyrios (Neuplatoniker, 3. Jahrhundert) griff die Logik der Berichte über die Auferstehung an. Sein Argument: Wenn Jesus tatsächlich auferstanden wäre, warum ist er dann nur Seinen Anhängern, aber nicht Pilatus oder dem römischen Senat erschienen?
Dazu muss ich sagen: Jesus zeigte sich Seinen Jüngern, um ihren Glauben zu stärken. Ungläubigen hatte Er sich deshalb nicht gezeigt, weil sie sich nicht einmal dann bekehrt hätten, wenn sie einen Auferstandenen von den Toten gesehen hätten (Lukas 16,31). Eine Ausnahme für diese Behauptung ist Paulus. Ihm hatte sich Jesus gezeigt, der sich dadurch bekehrt hatte. Durch Paulus wurde Europa ein christlich geprägter Kontinent, weil er den Glauben in die Zentren der damaligen Welt (Athen, Korinth, Rom) trug. Paulus war Gottes Wahl für genau diese Aufgabe.

Die römischen Intellektuellen Tacitus und Plinius hielten die Auferstehung für einen Aberglauben. Für sie war es gefährlich, einen Gekreuzigten – also Verbrecher oder Sklaven – als Gott zu verehren. Sie reagierten nicht mit Gegenargumenten sondern mehr mit Spott.

Fazit

Alle diese Gegenargumente bestätigen das leere Grab. Wenn der Leichnam noch im Grab gelegen hätte, wäre keines dieser Argumente erforderlich gewesen. Alle Gegner leugneten nicht das leere Grab, sie hatten nur unterschiedliche Phantasien, wie das dazu gekommen ist.

Unser Glaube beruht auf einer Tatsache, die wir zwar nicht beweisen können, die aber trotzdem der Wahrheit entspricht. Um das festzustellen, müssen wir eine weitere Frage klären:

Wir glaubwürdig sind die Evangelien?

Alle vier Evangelien berichten übereinstimmend von Jesu Tod am Kreuz und Seiner Auferstehung. Dabei gibt es keine Fehler oder Widersprüche. Sie enthalten auch Merkmale, die man in einer heroischen Erzählung nicht vermuten würde:

  • Das Versagen der Jünger: Die Evangelien beschreiben, wie Jesu Jünger Ihn verrieten und bei der Gefangennahme flohen. Sie hatten nach der Kreuzigung und auch nach der Auferstehung Angst. Wenn in einer Erzählung Helden produziert werden sollen, hätte man diese negativen Ereignisse ausgelassen.
  • Frauen als Zeugen: Im ersten Jahrhundert wurden Frauen in Israel nicht als Zeugen anerkannt. Dass aber ausgerechnet Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung waren und die Jünger sogar noch von ihrer Begegnung mit Jesus überzeugen mussten, ist eher ein Nachteil. Dass die Evangelien das aber übereinstimmend so erzählen, ist ein Hinweis für ihre Zuverlässigkeit.

Lassen wir nun noch ein paar Fachleute zu Wort kommen. Alle jetzt genannten Personen sind Buchautoren, Wissenschaftler oder Politiker, die die Evangelien gelesen hatten. Alle haben etwas gemeinsam:

Als Atheist gestartet – als Christ gelandet

Im Folgenden finden wir Buchautoren, Wissenschaftler und Politiker, die kritisch bis ablehnend dem Christentum gegenüberstanden. Beginnen wir mit Buchautoren, die die Bibel – angefangen bei den Evangelien – gelesen haben, eigentlich mit dem Gedanken, Munition gegen den christlichen Glauben zu sammeln. Alle sind darüber zum Glauben gekommen.

J. Warner Wallace – “Ungelöster Fall Christentum”

James Warner Wallace ist Kriminalist und hat sich auf die Lösung von “Cold Cases” (kalten Fällen) spezialisiert. “Cold Cases” sind Mordfälle, die vor einigen Jahren begangen wurden, nie gelöst wurden und deshalb als ungelöst gelten. Teilweise wurden die Ermittlungen bereits vor Jahren eingestellt, bis sie James Warner Wallace auf den Tisch bekam. Nicht wenige wurden durch ihn gelöst. Auf Empfehlung eines Freundes las er die Evangelien als Kriminalist und nutzte dazu die Techniken der mordernen Mordermittlung bei Zeugenaussagen. Sein Ergebnis: Die Evangelien sind echte Augenzeugenberichte, weil sie Merkmale tragen, wie sie Zeugenaussagen in einem Mordfall haben:

  • Unbeabsichtigte Übereinstimmung“: Es werden in einem Evangelium Fragen beantwortet, die in einem anderen aufgeworfen werden. Ein Beispiel dazu aus der Geißelung Jesu:
    “Da spuckten sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; andere gaben ihm Backenstreiche und sprachen: Christus, weissage uns! Wer ist’s, der dich geschlagen hat?” (Matthäus 26,67-68)
    Warum soll Jesus weissagen, wer ihn schlug? Die Männer stehen doch vor ihm. Eine Antwort dazu bekommen wir vom Evangelisten Markus:
    “Und etliche fingen an, ihn anzuspucken und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener schlugen ihn ins Angesicht.” (Markus 14,65)
    Da ist die Antwort: Sie haben Jesus das Gesicht verhüllt. Auf diese Weise erkannte J.Warner Wallace, dass die Evangelien Aussagen von Augenzeugen waren.
  • Keine perfekte Harmonie. Wenn Zeugenaussagen zu 100 % deckungsgleich sind, erregen sie Misstrauen, weil zwei Zeugen niemals das gleiche sehen und deshalb Verdacht auf Absprache erregen. Genauso sind die Evangelien, die in kleinen Details abweichen. Selbst kleine Widersprüche sind keine Fehler, sondern Beweise für echte Augenzeugenberichte, wie z.B. die Anzahl der Engel am Grab (Matthäus 28,2-5; Markus 16,5-6; Lukas 24,4-5; Johannes 20,11-12 – mal ein Engel, mal zwei Engel, mal ein junger Mann).
  • Das Motiv-Prinzip: Für eine Zeugenaussage gibt es drei Motive: Sex, Geld oder Macht. Die Jünger konnten nichts dergleichen erwarten, statt dessen Verfolgung und Tod. Deshalb sieht J. Warner Wallace keinen krininologische Grund für eine Erfindung.

Alles das brachte ihn zu der Erkenntnis, dass die Evangelien echte Augenzeugenberichte eines tatsächlich genau so stattgefundenen Ereignisses sind. Er sieht seitdem die Bibel als das Wort Gottes an und ist dadurch Christ geworden.

Lee Strobel – “Der Fall Jesus”

Lee Strobel war preisgekrönter Gerichtsreporter der Chicago Tribune. Als seine Frau sich bekehrte, hatte er Sorge, sie durch Gehirnwäsche an eine Sekte zu verlieren. Er recherchierte also über das Christentum, um Fakten zu finden, die er seiner Frau präsentieren wollte, um sie von ihrem “Irrglauben” zurück zu holen.

Er führte eine fast zweijährige Recherche durch, bei der er wie bei einer großen Reportage vorging. Er suchte die weltweit führenden Experten aus verschiedenen Disziplinen auf:

  • Dr. Bruce Metzger: Einer der weltweit bedeutendsten Textkritiker des Neuen Testaments.
  • Dr. Alexander Metherell: Ein Mediziner (Kardiologe), der die körperlichen Auswirkungen der Kreuzigung analysierte.
  • Dr. William Lane Craig: Ein renommierter Philosoph und Historiker, der sich auf das leere Grab spezialisiert hat.
  • Dr. Edwin Yamauchi: Ein anerkannter Experte für antike Geschichte und Archäologie.

Er stellte ihnen Fragen wie in einem “Kreuzverhör” in einem Gerichtsprozess. Dabei ging er in verschiedenen Beweislinien vor (Hinrichtung, Frühe Berichte, Leeres Grab, Augenzeugen) und prüfte auch außerbiblische Stellen.

Seine Vorgehensweise brachte ihm auch Kritik ein, weil er nur Gesprächpartner wählte, die Christen waren. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Experten, mit denen er sprach, Spezialisten in ihrem Fach, die auch von säkularen Kollegen anerkannt sind. Außerdem war Strobel während seiner Recherchen selber ja noch “von der Gegenseite”. Aufgrund seines Unglaubens und Gesprächen mit ungläubigen Wissenschaftlern kannte er bereits die Argumente, die gegen den Wahrheitsgehalt der Bibel sprachen. Er wollte deshalb Argumente für die Bibel hören.

Er war überrascht, dass die historische Faktenlage für die Auferstehung wesentlich solider war, als er gedacht hatte. Sein Resumee: Man muss für den Atheismus mehr Glauben (im Sinne von “blindem Vertrauen”) aufbringen als für den Glauben an die biblischen Berichte.

Er bekehrte sich und gab seinen Beruf auf. Seit 1987 ist er evangelikaler Pastor und Autor mehrerer christlicher Bücher. Seine Recherchen und seine Bekehrung wurden im Film “Der Fall Jesus” verfilmt.

C.S. Lewis – “Pardon, ich bin Christ”

Lewis ist wohl einer der berühmtesten “Fälle” für die überraschende Wende vom Atheisten zum Christen. Er war Literaturwissenschaftler in Oxford und überzeugter Atheist, der das Christentum für einen Mythos hielt. Durch intensive (und wohl auch kontroverse) Gespräche und Diskussionen mit seinem Freund J.R.R. Tolkien und das Studium der Evangelien kam er zu dem Schluss, dass die Evangelien keine Fiktion sondern tatsächliche Augenzeugenberichte sind. Er bekehrte sich und nannte sich später den “widerwilligsten Bekehrten in ganz England”, der “auf Knien und schreiend” zum Glauben kam. Er bekehrte sich, weil er die Logik in der Bibel erkannte. Der Grund: Ein Mensch, der nur Mensch wäre und Dinge sagte wie Jesus (Sünden zu vergeben, Richter der Welt zu sein), wäre entweder ein Wahnsinniger, ein Monster oder tatsächlich der, der zu sein behauptet. Lewis sagt dazu: Wenn man Jesu moralischen Aussagen akzeptiert, muss man auch Seinen Anspruch ernst nehmen.

Markus Blietz

Markus Blietz ist Astrophysiker und war ein überzeugter Evolutionist. Unstimmigkeiten der Evolution drückte er beiseite – bis ihn Gott dann fast wie den Apostel Paulus – zwar nicht vom Pferd, aber von seinem “hohen Ross” – holte. Markus bekehrte sich und hält seitdem regelmäßig Vorträge, deren Themen hauptsächlich Evolution und Schöpfung sind. Aber auch andere Themen hat er auf dem Programm. Im folgenden Video untersucht er genau das Thema dieses Artikels: Die Glaubwürdigkeit der Evangelien: Die Evangelien – eine Legende?.

Charles Colsen

Charles Colson war Jurist und Politiker. In den Jahren 1969 bis 1973 war er Hauptberater des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon. Wegen seiner Verwicklung in der Watergate-Affäre wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Während der Gerichtsverhandlung gab ein Freund ihm das Buch von C.S.Lewis “Pardon, ich bin Christ”, durch das er sich bekehrte. Nach zwei Jahren Haft wurde er entlassen und gründete die Organisation “Prison Fellowship”, die sich um das geistliche, moralische und körperliche Wohl von Gefängnisinsassen, ehemalige Insassen und Familien kümmert. Sein Verdienst sind Vollzugsanstalten, die nach christlichen Maßstäben arbeiten.

Fazit

Sind die Evangelien wahr? Vor allem: Haben Tod und Auferstehung tatsächlich genauso stattgefunden, wie berichtet? Ich denke, wir haben hier einige Argumente vorliegen, durch die wir ganz klar “Ja” sagen können. Wenn die Evangelien Wissenschaftler, Journalisten, Kriminilogen und Politiker überzeugen können, die allesamt Atheisten waren und eigentlich nur Fakten gegen das Evangelium finden wollten und sich durch ihre Lektüre bekehrten, sind sie überzeugend genug, um jeden von ihrem Wahrheitsgehalt überzeugen zu können.

Ja, die Auferstehung ist ein Ereignis, das sich nicht zweifelsfrei feststellen lässt, weil sie außerhalb der Naturgesetze stattgefunden hat. Weil wir aber an einen Gott glauben, der Himmel und Erde geschaffen hat und mit ihnen auch die Naturgesetze, ist Er derjenige, der sich über diese Naturgesetze hinweg setzen und Seinen Sohn aus den Toten zum Leben erwecken kann. Darauf komme ich noch zurück, denn wir müssen noch eine Frage klären:

Ist die Auferstehung ein Beweis für Gott?

Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren.

1. Korinther 15, 16-18

Hier haben wir den Kern der christlichen Botschaft: unser christlicher Glaube ist ohne die Auferstehung keinen Pfifferling wert.

Unser Glaube basiert auf der Auferstehung Christi. Jesus hat für unsere Schuld bezahlt, die wir durch unsere Sünde vor Gott haben. Er ist als der Erste von den Toten zum ewigen Leben auferstanden. Wenn die Auferstehung nicht wahr wäre, dann wäre unser Glaube tot. Olaf Latzel, Prediger der St. Martini-Kirche in Bremen, sagte in einer Osterpredigt zur Behauptung, Jesus sei nicht auferstanden: “Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann können wir den Laden dicht machen!”

Um ganz sicher zu gehen, bauen wir eine Beweiskette für die Auferstehung auf:

  • Ausschlussprinzip: Weiter oben habe ich die möglichen Erklärungen für Diebstahl, Verschwörung, Halluzination oder Scheintod bereits widerlegt. Wenn also alle diese Behauptungen an den Fakten scheitern, muss die einzig mögliche Ursache außerhalb der Naturgesetze liegen, also eine übernatürliche Auferstehung von den Toten. Dazu wollen wir einmal Sherlock Holmes zu Wort kommen lassen:
    “Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein – egal wie unwahrscheinlich es auch sein mag.” Mit anderen Worten: Wenn alle Erklärungsversuche gescheitert sind, muss das Unwahrscheinliche die Wahrheit sein: Jesus ist tatsächlich von den Toten auferstanden.
  • Die Identität Jesu: Jesus hat immer wieder Seinen Tod und Seine Auferstehung angekündigt und an ihnen festgestellt, dass Er der Sohn Gottes ist. Mit der Auferstehung hat Er damit auch bewiesen, dass Er der Sohn Gottes ist.
  • Die Wirkung: Die Wirkung der Auferstehung Jesu ist ein Beweis. Die Jünger verwandelten sich von Feiglingen zu radikal mutigen Evangelisten und später auch zu Märtyrern. Auch die Entstehung der Kirche aus dem Nichts und ihre rasche Ausbreitung sind Beweise für die Kraft des christlichen Glaubens.
    Dabei müssen wir feststellen, dass eine “Gehirnwäsche” natürlich funktioniert, aber nicht bei Millionen von Menschen gleichzeitig und schon gar nicht 2.000 Jahre lang.

Damit ist klar: Wenn Jesus von den Toten auferstanden ist, dann gibt es einen Gott, der Wunder wirken kann. Alle Berichte der Bibel – ihre Geschichten, aber auch Wunder und Prophetien – entsprechen der Warheit.

Mit einem Zitat von Charles Colson will ich diesen Artikel zum Abschluss bringen:

“Ich weiß, dass die Auferstehung eine Tatsache ist und Watergate hat es mir bewiesen.
Wie? Weil zwölf Männer aussagten, sie hätten Jesus von den Toten auferstehen sehen und diese Wahrheit vierzig Jahre lang verkündeten, ohne sie jemals zu leugnen. Jeder einzelne wurde geschlagen, gefoltert, gesteinigt und ins Gefängnis geworfen. Das hätten sie nicht ertragen, wenn es nicht wahr wäre.
In Watergate waren zwölf der wichtigsten Männer der Welt verwickelt – und sie konnten nicht einmal drei Wochen lang lügen.
Wollen Sie mir etwa erzählen, zwölf Apostel könnten vierzig Jahre lang lügen? Absolut unmöglich!”

Charles Colson


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